Mittwoch, 25. Februar 2009

80ster Blogpost bringt uns die Ankündigung des Jahres

Aus Hollywood erreichen uns dank zuverlässiger Quellen endlich Gewissheit: 20th Century Fox sitzt seit langem an einem millionenschweren Projekt, das schon kurz vor der Fertigstellung steht. Was viele Jahre geheimgehalten wurde, ist nun endlich dank Erscheinen des Teaser-Posters dieses Filmes ans Licht der Öffentlichkeit gekommen und wir von GeneralUnsichtbar Makes Life Wunderbar haben exklusiv die ersten Infos zu:



Dieser Material-Arts-Actioner (mit einer lustigen Note) wird das Kino revolutionieren! Nach einem gnadenlos langem Casting fand Regisseur Neil LaBute (The Wicker Man) den perfekten Darstellerkreis für sein neuestes Meisterwerk! Nicht nur Jackie Chan als George W. Bush ist eine Entdeckung, nein, auch der Rest des Casts füllt seine Rollen PERFEKT aus: Samuel L. Jackson als Barack Obama wird ihnen den Funk in die müden Knochen predigen, Sylvester Stallone als Dick Cheney war noch nie so brutal, Halle Berry als Hillary Clinton gibt dem Bush eine Menge kampflustigen Ärger, Johnny Depp als Pirat in einem völlig anderen Film, Martin Lawrence als John McCain kämpft Seite an Seite mit Bush im Fort des Vorhofs des White House, Cüneyt Arkin als Sarah Palin hat seinen Oscar schon sicher, Ben Stiller als Idealbesetzung für Iran's wütenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, Steven Seagal gibt als Kim Jong-Il eine glaubwürdige Knochenbrecher-Performance ab, Dennis Hopper macht wieder auf verrückten Busbomber UND Uwe Boll komplettiert den Reigen der Superstars in seiner Rolle als Gouverner Arnold Schwarzenegger! Ein Fest für alle Material-Arts-, Action-, Politik- und Slapstick-Fans; Oliver Stone's JFK meets SHANGHAI POLICE! Eine Story voller Intrigen und Explosionen, die USA in ihrem stärksten Kampf aller Zeiten. Seien sie jetzt schon gespannt auf das große Finale im Eishockey-Stadion von New York! Was aus diesem Drehbuch von Aytekin Akkaya und David S. Goyer erschaffen wurde, sucht in der heutigen Theaterwelt seinesgleichen! Ein Film, der schockiert, aufklärt, erscheint und unterhält. Freigegeben ab 6 Jahren (Rated R in USA), ab 13.03.2009 im Kino, weltweit.


Warnung: Muss nicht stimmen.

Sonntag, 22. Februar 2009

Angriff des 40cm-Monsters

Oh ja, der General hat mal wieder ein Filmchen gedreht und zwar ist dies meine 1. Semesterarbeit (ein Videoalphabet) fürs Mediencolleg und gleichzeitig ein subtiler Tribut an die Arbeitsmethoden von Cetin Inanc. Es ist eine bezaubernde Geschichte voller Zeitreisen, Monstren und anderem metaphysischen Kram. In den Hauptrollen sind die ach so talentierten Philipp Jobke und Roy Liedtke zu begutachten. Mit ihren Improvisationen haben sie auch noch das Letzte Drittel des Films gerettet. Leider hatte die Kamera nichts an Ton mit aufgenommen, weshalb ich und Combat Johnson wieder mal für die Synchronisation ran mussten (die Darsteller waren verhindert). Ansonsten hätte ich noch eine gute Menge an Brüller-Outtakes liefern können, da sich die Zwei bei fast jedem Take irgendwo gestoßen haben (führte zu endlosem Gelächter) und schlussendlich leicht verletzt vom Dreh befreit wurden. Naja, beim nächsten Mal. Enjoy the Show:)

Dienstag, 10. Februar 2009

Und 10 weitere "Step Brothers"-Variationen











Ich mach auch bald mal wieder was anderes, versprochen^^

Sonntag, 8. Februar 2009

Samstag, 7. Februar 2009

Der General entdeckt Photoshop

Hey hey, große Erklärungen sind nicht nötig. Euer General hat nur 4 nette Bilder an seinem Laptop gemacht, während sein echter PC nicht mehr angehen will. Als erstes ein bearbeitetes Cover eines Super 8-Pornos, der später im "Schulmädchenporno" integriert wurde. Kann man hier von Zensur sprechen? Ein klares Nein:


Dann natürlich ein neuer trashiger Superstreifen mit 2 Super-unterschiedlichen, Super-Schauspielern:


Und natürlich als "Labor of Love", meine Bearbeitungen meiner Lieblingskomödie 2008:


Ja, ja, da könnt ihr noch mehr erwarten in nächster Zeit, sah isch ma.
Bis denne dann,
der General!^^

Donnerstag, 5. Februar 2009

Fa-rage!

Der General will mal wieder ein paar Filme kaufen, weiß aber bei manchen nicht, ob es sich lohnt, diese kaufen. Hier mal ein paar Artikel von meiner Wunschliste:

"Gung Ho" (1986)


Mammi, ich will noch nen Film mit Michael Keaton haben. Aber ist diese Komödie von Ron Howard auch wirklich gut (Frost/Nixon war ja schon klasse, wa?)? Wenn er besser ist als Mr. Mom, kauf ich den hier vielleicht eher.


"Little Miss Sunshine" (2005):



Ich hab den Film schon gesehen und kann ihn absolut nicht als Komödie bezeichnen, auch wenn ich gegen Ende gelacht habe, aber ansonsten recht depressiv war. Lohnt es sich, diesen Film zu besitzen und mit anderen Menschen gemeinsam anzugucken? Nicht, dass es so unangenehm wird, wie im Sozialunterricht "Hotel Rhuanda" zu gucken. Ansonsten ist der Film ja gut.


"Insignificance" (1985)


Wie bereits im Tony Curtis Special erwähnt, möchte ich gerne nochmal Joachim Kemmer auf Curtis hören. Ist der Film aber an sich gemessen gut (ihr wisst schon wie ich Qualität definiere, siehe meine Reviews)? Ich hoffe mal schon, denn Nicolas Roeg macht doch gute Filme, nich wahr?


"The King of Comedy" (1982)


Bitte sagt mir, dass der Film gut ist. Es kann doch nicht schlecht sein, oder?


"Der Vernichter" (1975)


Ich bin ja schon länger ein Fan von Tomas Milian und ich bin auch überzeugt, dass Umberto Lenzi gute Thriller produzieren kann, aber mit "Das Schlitzohr und der Bulle" haben se beide mich doch verwirrt. Now how about this one? Ich weiß, dass in diesem Film die berühmte "Das Leben ist ein Loch..."-Ansprache vorkommt und nen Trailer hab ick ooch jesehn, aber die DVD davon müsste ich mir aus Österreich importieren. Lohnt es sich?


Ich freu mich schon auf eure Antworten und Anregungen.

Checkin out, checkin in!

Remakes...ich kann nicht mehr!

Ich möchte euch mal an einen Blogpost verweisen, der mir die Spucke raubt und in Rage versetzt:

http://my.spill.com/profiles/blog/show?id=947994:BlogPost:1000866

(Nur mal so, Spill.com ist ne tolle Seite und sollte von jedem gesehen werden, doch zurück zum Thema)

Versucht da irgendeine Gruppe von Menschen *HUST-HUST-Produzenten-Schniedel...ähh, Hollywoods-HUST* uns absichtlich anzupissen? Alleine schon die Idee von Neuverfilmungen hat sich inzwischen so breit getreten, aber das jetzt auch noch richtig gute Filme nochmal gemacht werden müssen, ist neu und weitaus grausamer als Remakes von asiatischen Horrorfilmen (solange man sich nicht an Audition rantraut ist das noch ok, obwohl nee, Saw 1 hat's ja quasi schon gemacht). Nehmen wir mal diese Liste ein bisschen analystisch auseinander:

Crazies, Sie Leben, Die Vögel, Poltergeist & Hellraiser: Horrorfilme sind verflucht einfach neu zu machen, man denke nur an die zahllosen Verfilmungen des "Invasion der Körperfresser", also ist mir so ziemlich egal, was daraus wird, wahrscheinlich wird's totaler Bullshit, der in den Videothekenregalen abgammelt (oder Schweinegeld verdienen, je nachdem...wahrscheinlich sogar mit Fortsetzungen, Rob Zombie kriegt's ja auch hin), schön mit Splatter und alldem, was die Kiddies von heute ja so anspruchslos klasse finden. Ich hab mich damit abgefunden.

Meatballs: Zunächst mal: Wieviele superdurchschnittliche Fortsetzungen gab's schon vom Original, die Kuh muss doch mal langsam totgemolken sein. Und noch eins: Was wird ein Remake zur heutigen Zeit beitragen? Noch ein Ferienlager-Film mit Teenies, vielleicht noch als Unrated, voller Darsteller, die's nicht bringen? Bald kommt sowieso ein ähnlich gelagerter Film vom Regisseur von Superbad raus, "Adventureland". Warum dann also einen Streifen gucken, den ich schon von früher mit BILL MURRAY kenne? Wer will den ersetzen?

Metropolis: Die Story ist für heutige Zeiten noch modern und könnte sogar neu funktionieren. Aber es gab doch schon ein Remake, ach wie hieß das nochmal, ähmm, "ROBOTIC ANGEL"! Let it be!

The Incredibly Shrinking Man: Wow, Eddie Murphy wiederholt eine seiner Rollen aus "Mensch, Dave". Wie...äh...lustig.

Das dreckige Dutzend: Also, es gab ja schon mehrmals Variationen dieser Story, ich erinnere mich da nur mal an diesen einen Biker-Streifen, dessen Namen wir entfallen ist. Jedoch frag ich mich, wer denn diesen Streifen hier noch sehen will, nachdem der ziemlich ähnlich wirkende "Inglorious Basterds" das Genre erstmal für ein paar Jahre revolutioniert hat (Steht zur Debatte).

Akira: Wenn der computeranimiert wird, erschieß ich die Macher. Realverfilmung könnte noch unfreiwillig lustig sein (siehe Dragonball Evolution), aber ich mach mir keine Hoffnungen für einen Film, der sowieso schon von Blade Runner inspiriert ist, von seiner grandiosen höchst-aufwendigen Animationshandarbeit lebt UND zu meinen Favouriten zählt. Ganz großer Scheiß.

Footloose, Fame, My Fair Lady & Rocky Horror Picture Show: Noch mehr Disney-Channel-Kiddies-Kacke? Kann ich mir ja gleich "The Legend of Bonny & Clyde" mit Hillary Duff und dem Typen aus "Air Bud" (Der Köter?) reinziehen.

Die Rote Flut: Ich dachte, die Sowjetunion wär nicht mehr. Oder doch nicht? *SCHNITT ZU SIMPSONS-FOLGE, WO HOMER DAS U-BOOT KIDNAPPED UND DIE UDSSR WIEDER AUFERSTEHT* Naja, wenn alles nicht hilft, sagen wir einfach, dass die bösen Moslems angreifen und nur noch ein Teenie-Team, bestehend aus Zac Efron, Shia LaBeof, Christopher Mintz-Plasse (McLovin), Die Jonas Brothers & Michael Cera sie besiegen kann. Hammer-goil!

Conan: Ich seh schon die Schlagzeilen: "The Scorpion King meets 300"

Nummer 5 lebt: Moment mal, der kommt auch neu raus? Ich dachte, Wall-E wär's schon gewesen?

Rosemary's Baby: Produziert von Michael Bay. Klingt das gut? Nein. Muss ich mehr dazu sagen? Nein.

The Jetsons: Wenn's ne Realverfilmung wird wie "Familie Feuerstein" könnte es witzig sein. Wenn's ne Computergenierte Kacke wird, guck ich lieber den "Jetsons-Film" von 1991. Zweifelhaft.

Sympathy for Lady Vengeance & Old Boy: Warum auch nicht gleich noch Sympathy for Mr. Vengeance? Etwa nur, weil dort ein Kind stirbt? Ja, ganz schön kontrovers...Habe trotzdem alle DVD's davon zuhause und brauch mir das dann nicht antun. Hat uns "Zinda" nicht gelehrt, dass ein Remake dieser Filme eine schlechte Idee ist?

Letzter Tango in Paris: Aus Hollywood? Könnte dann glatt so erotisch werden wie "Untreu" mit Richard Gere und Diane Lane, am besten mit den selben Darstellern. Ein verdammt mieses Projekt, so ein klassisches Material fässt man nicht an.

Rashomon: Es gab schon unzählig viele Quasi-Remakes, die den Namen nicht brauchten und trotzdem bekannt wurden. Wie soll das jetzt funktionieren? Als L.A.-Drama von irgendnem Indie-Typ? "L.A. Crash", "Short Cuts" oder "Pulp Fiction" könnte man den dann nennen.

All of me: Schön, Steve Martin spielt die selbe Rolle wie damals, kriegt es aber statt Lily Tomlin mit urgh...Queen Latifah zu tun. Wird bestimmt DER Hit.

Death Wish: Hey, man hat mir die Idee geklaut! Ihr habt meine Identität geklont! MENDOZA!!!! Ich würde übrigens Josh Brolin als Hauptrolle besetzen; Regie: Caspar Noe (Irreversibel)

Westworld: Wer kann genauso gut nen Roboter ausdruckslos darstellen? Jason Statham, Keanu Reeves, Zac Efron, Die Jonas Brothers? Alles potenzielle Kandidaten. Nicht zu vergessen Will Smith, new master of Remakes. Apropos...

Willkommen bei den Sch'tis: Wie ein Remake davon aussehen soll, kann ich mir schon vorstellen und es könnte echt langweilig werden. Entweder wird Smith von Nordamerika (sagen wir New York) in die Südstaaten geschickt, wo er den Hillbilly-Dialekt nicht versteht ODER wird von Miami aus ins jüdische Viertel von New York geschickt, wo er dann hebräisch lernen muss. Die 2. Variante gefällt mir zwar besser, aber wünschen tu ich mir keine von beiden.


Da habt ihr's, noch ein wütender Blogger, der seinen Frust mal ganz fix abgelassen hat. Ich jedenfalls freu mich schon auf die Reviews, denn nichts ist schöner, als einen schlechten Film fertig zu machen.

Auf Hollywood!

Mittwoch, 4. Februar 2009

"Robotic Angel" (OT: Metropolis) (2001)


Herstellungsland: Japan (2001)
Regie: Rintaro
Drehbuch: Katsuhiro Otomo, Osamu Tezuka (Vorlage)
Musik: Toshiyuki Honda
Altersfreigabe: FSK 12


Wie versprochen, hier nun das Review zum aktuellen Animationsfilm meiner Wahl. Das Werk von Regisseur Rintaro hab ich hier zum ersten Mal kennengelernt und ja ich bin mir dessen bewusst, dass er eine lange Laufbahn hinter/vor sich hat, aber man muss mir in der Hinsicht verzeihen, da ich nicht gerade der größte Anime-Fan bin, dafür aber mehr als gerne gute Anime's gucke. "Das Schloß des Cagliostro", "Akira" und diese eine Serie mit den Kampfjetmädels, deren Höschen man ständig dank "günstiger" Kamerawinkel sah und mal ne Zeitlang auf VOX lief (=Agent Aika), gehören zu meinen großen Favouriten. Nun denn, bevor ich zu diesem Film hier kam, musste erst ein Weg dorthin geebnet werden. Der sah so aus, dass ich im Unterricht meines Mediencollegs zum ersten Mal "Metropolis" von Fritz Lang sah und ihn gut fand, weshalb ich mich mehr darüber informierte. So erfuhr ich dann auch von "Metropolis", wie Robotic Angel im Original heißt, einem Anime basierend auf Mangas von dem Größten der Größten, Osamu Tezuka, der seine Story nach bloßer Ansicht des Original-Metropolis-Plakates erschuf. Dies spiegelt sich auch in der Filmhandlung wieder, die einige Schlüsselelemente des Originals aufnimmt, aber im Grunde eine vollkommen andere Geschichte erzählt, ein "Re-Imagining" sozusagen. Doch dazu später mehr. Erstmal die Gründe, warum ich den Streifen sehen wollte: Das Drehbuch ist vom Regisseur von "Akira", Katsuhiro Otomo, was schon für einen gewissen Bombast garantiert. Das Charaktere von Osuma Tezuka den Streifen bevölkern, ist schon seit "Astro Boy" ein Zeichen von Qualität. Und wer kann schon dem blonden Robot-Engel Tima widerstehen? Eben!
Der Film beginnt mit einer passionierten, in Sepia-Tönen und Filmkratzer gehaltenen, Ansprache des Metropolis-Chef Duke Red über das neu-erschaffene Ziggurat, ein futuristischer Gebäudekomplex/Superwaffe, gefolgt von einer explosiven Eröffnungsfeier plus Dixieland-Music in Farbe und bunt. Schon kurz darauf beobachten die aus Japan angereisten Kenichi und Onkel Shunsaku Ban (seines Zeichens Privatdetektiv), wie ein Cyborg vom Marduk-anführer Rock erschossen wird. Fangen sie etwa an, zu rebellieren? Nee, kommt noch. Erstmal ist Shunsaku Ban auf der Suche nach Dr. Laughton, der für Duke Red jedoch das Überwesen Tima erstellt, ein durch synthetisiche Organe betriebener und menschliche Gefühle emulierender Roboter, der laut Duke Red (auf dessen toter Tochter Tima's Aussehen basiert) den Hauptsitz im Ziggurat und damit die Kontrolle über ganz Metropolis übernehmen soll . Rock, der auch noch Duke Red's Adoptivsohn ist, erfährt davon, glaubt, dass nur sein Vater den Sitz einnehmen sollte (ungebändigte Loyalität), weshalb er Laughton's Geheimlabor im Untergrund in die Luft sprengt (?). Kenichi und Onkel werden dort vom Rent-A-Robocop, den sie Hasso nennen, hingeführt und eilen zur Hilfe. Laughton stirbt, doch Kenichi kann Tima retten, allerdings stürzen sie in einen weiteren Untergrund (Metropolis ist in Zonen eingeteilt) in nen Abwasserfluss und werden von einem Abfallroboter aufgelesen und gepflegt, während Kenichi versucht, Tima das Sprechen und ihre Erinnerungen (die sie nicht hat) aufzufrischen. Doch das beschissene Arschloch von Rock verfolgt die Beiden und knallt jeden ab, der ihm im Weg steht. Währenddessen provoziert Duke Red mit seinem Ziggurat einen massiven Ausraster unter den Robotern an der Oberfläche Metropolis', damit eine Revolution von dem "Pöbel in Zone 2" ausgelöst wird, um diesen sofort von einem einflussreichen Politiker zerschlagen zu lassen, damit der an the top of the world kommt. Kenichi und Tima können bei den Revolutionären untertauchen und es scheint so, als wenn sich das Robot-Mädel ziemlich auf den japanisch-schüchternen Jungspund fixiert (sie schreibt seinen Namen überall hin, wo's nur geht), man könnte sogar sagen, es ist Liebe (immerhin wird Kenichi rot). Ärgerlich nur, dass die Revolution flöten geht und Metropolis darauf unter Kriegsrecht steht. Unsere Protagonisten betreten das verwüstete Schlachtfeld, soviele Roboter und Menschen, die sterben mussten. Rock ist leider auch da, schießt Shunsaku Ban an und gibt Kenichi den brutalsten Kniekick seines Lebens. Tima steht kurz davor, den Bastard zu erschießen, doch Gott-sei-dank (?) kommt der böse Vaddi Duke vorbei, um Tima mitzunehmen und Rock aus der Marduk-Force rauszuwerfen. Der kann es nicht hinnehmen und entführt Tima auf "geschickte" Weise, bringt sie über ihre Identität in Zweifel (sie weiß nicht, dass sie ein Roboter ist), betäubt sie und will sie aufschneiden, doch Onkel Shunsaku prügelt IHN bewusstlos, bevor das geschehen kann. Mit ihrer Hilfe nun findet er den Aufenthaltsort von Kenichi raus, der Ziggurat, wo sie dann den Hauptsitz einnehmen soll, Rock kann sich reinschleichen und übt ein Attentat auf sie aus, doch wie's so ist, er kriegt auch ne Kugel vom Sicherheitsdienst ab. Und Tima ist ja ein Roboter, weshalb der Schuss sie nicht verletzt hat. Sie erkennt ihre Identität und lässt Öltränen fließen. Ihrem Schicksal gewiss nimmt sie ihren Platz im Ziggurat ein, doch was dann geschieht, mag ich nicht verraten, ich sag nur so: sehr geil.
Wie ihr seht, weicht dieser Metropolis doch sehr vom 1927er Original ab, doch wie gesagt, Grundelemente bleiben vorhanden. Ich bin sicher, ihr habt alle schon mal den Klassiker von Fritz Lang gesehen, deshalb überlass ich euch (wer auch immer das sein mag) die Untersuchungen in diesem Fall. Was aber in diesem Fall wichtig ist: Die Geschichte funktioniert als eigenständiges Werk, auch wenn man eben merkt, dass Otomo vom Schema her einiges an Akira anlehnt, was aber nicht weiter stört. Denn der Streifen lebt viel mehr von seinen Charakteren (alle mit dem tollen Tezuka-Look) und der visuellen Epik, die hier Animation mit CG verbindet, wovon man natürlich halten kann, was man will, aber für meinen Geschmack nicht schlecht wirkt. Doch wen man einfach nur liebhaben kann (und was so ziemlich für mich der beste Aspekt des Films ist) ist Tima, laut Laughton: "Das perfekte Wesen" mit ihrem Marlene-Dietrich-Ultracute-Look, verzaubert einen von der ersten bis zur letzten Minute und natürlich konnte sich euer liebe General die ein oder andere Träne nicht verkneifen. Ihr habt richtig gehört, dieser Film hat Gefühl! Wer jetzt denkt, dass der Film überniedlich ist, dem sei eins gesagt: Man sollte sich schon überlegen, ob man das seinen Kindern zeigt, denn es ist zwar nicht wirklich brutal, aber auch nicht harmlos. Bedenklich, aber nicht "Golgo 13", wenn ein weiterer Vergleich erforderlich ist. Noch ein Wort zur dt. Synchro: Diese kommt aus München und hat ihre Vor-u. Nachteile. Vor: Ekkehardt Belle als Duke Red liefert eine Glanzleistung ab, der Mann legt ein Gebrüll an den Tag, dass man nach all den Steven Seagal-Filmen nicht erwartet hätte. Ein wahrer Profi mit unterschätztem Talent. Und natürlich die Erfüllung meiner hellseherischen Fähigkeiten, Sabine Bohlmann für Tima. Was anderes ist gar nicht möglich und passt wie die Faust auf's Auge. Nach: Kai Taschner als Shunsaku Ban klingt einfach zu jung und teilweise extrem theatralisch (dagegen wirkt der Japanische Sprecher fast schon hardboiled) und Marc Stachel für Kenichi, dem es manchmal an nötiger Abwechslung in der Stimme fehlt, auch wenn er einen jüngeren Charakter (wie alt ist Kenichi eigentlich) spricht. Ansonsten ist die Besetzung wunderbar und die Übersetzung ist astrein, dagegen spricht nichts. Vorallem Philipp Brammer überzeugt mal wieder als durchgetriebener Bösewicht (=Rock) und etabliert sich bei mir als eine meiner Top Herrlich Fiesen Stimmen.
Also, wer den Film rankriegen kann: Gucken; Wer die Idee von Fritz Lang's Metropolis gut fand, aber zu langatmig umgesetzt: Gucken; Wer Akira mochte, der sollte auf jeden Fall: Gucken! Ich liefer in Kürze noch meine Meinung zum Bonusmaterial der DVD-Edition nach, bis dahin war's das aber erstmal für heute, wie's aussieht. 'Schüß, bis zum nächsten Mal sagt


GeneralUnsichtbar

"Mr. Mom" (1983)


Ja, da hat sich der General mal wieder einen Streifen mit Darstellergröße Michael Keaton reingezogen. Uns allen schon lange bekannt als "Betelguise" und "Batman 1989/1992", hatte auch er vorher ein paar "sichere" Rollen übernehmen müssen. ABER: Nachdem er jahrelang durch etliche TV-Auftritte (u.a. in der Serie "Working Stiffs" mit meinem Ebenbild Jim Belushi) und ein paar Kino-Nebenrollen tingelte, war "Mr. Mom" sein erster großer Durchbruch. Danach folgten Hauptrollen in Ron Howard's "Gung Ho", "Johnny G. - Gangster wider Willen", "Das Traum-Team" und die vorhin genannten Tim Burton-Kracher. Ich für meinen Teil, der sein komödiantisches Talent in Beetlejuice sehr unterhaltsam fand, war dann doch mal interessiert, den Mann in dieser mütterlichen Rolle zu begutachten. Der Trailer sah ok aus und das PG-Rating schreckte mich auch nicht ab (man denke an "NICE FUCKING MODEL" in Beetlejuice, ebenfalls PG), ja auch ich kann ab und zu mal "Familienunterhaltung" ohne großes Gefluche vertragen (siehe beliebige Judd Apatow-Produktion), ach was erzähl ich denn, viele super Komödien sind höchstens PG-13, wie z.B. Das Meiste von Bill Murray, Olsenbande, Police Academy, Balduin und der große Blonde, Spencer/Hill, muss ich hier noch mal alles aufzählen, was da rechts im Profil-Kasten steht? Jedenfalls ist Mr. Mom schon in einer vermeintlich kitschigeren Ebene angelegt (siehe "Vier lieben dich", ebenfalls mit Keaton), schließlich geht's hier ums Kümmern von Kindern und wacky Hauschaos, etwas was heute höchstens noch vom Disney Channel abgenudelt wird. Doch wenn man mal genauer hinsieht, entdeckt man, dass der Screenwriter-Credit hier JOHN HUGHES gehört, der Mann, der uns schon Klassiker-Skripte zu Meisterwerken wie "Die schrillen Vier auf Achse", "Hilfe, die Amis kommen", "Breakfast Club", "Ferris macht blau", "Beethoven", "Ein Ticket für Zwei" usw. geliefert hatte (bisher letzter Job: die Story zu "Drillbit Taylor"= so linkt sich Mr. Mom doch noch zu Apatow). Das bedeutete für mich nur eins: anschauen, auch wenn mir der Regisseur Stan Dragoti höchstens noch durch sein uninspiriertes "Großer Blonde mit schwarzen Schuh"-Remake "Der Verrückte mit dem Geigenkasten" bekannt ist. Allerdings zunächst nur auf Englisch, da ich noch am Überlegen bin, mir die DVD mit dt. Ton (UK-Import) zu kaufen UND weil ich hören wollte, wie viel hier geflucht wird. Also, wollen mir mal die Handlung abgrasen (btw: beachtet mal die vielen Gemeinsamkeiten mit "Die Simpsons", na gut einige Gemeinsamkeiten, aber sie sind da):
Jack (Keaton) lebt glücklich verheiratet mit 3 Kindern in Irgendwo-USA (nicht Kalifornien, wie wir später erfahren) und verdient als Auto-Fabrik-Manager-Marketing-Produktionsaufsicht-Irgendwas sein Geld, bis zu jenem verhängnisvollen Tag, an dem er und Christopher Lloyd (nach 5 Minuten wieder raus aus dem Film, dennoch Co-Starring) ohne besonderen Grund gefeuert werden. Er startet daraufhin einen Wettbewerb mit Gattin Caroline (Teri Garr), wer als erstes von den Beiden einen Job bekommt auf eine Handvoll Dollar. Innerhalb eines Schnittes muss er ihr das Geld theoretisch geben, doch Frau Neu-Geldverdienerin lehnt dankend ab. Nun muss er sich um die Hausarbeit und den dazugehörigen Pre-Kindergarten-Nachwuchs seinerseits kümmern, während sie in einer Tuna-Coorperation erst schief angeguckt, aber bald zum kompetenten Mandelauge des Vize-Präsis Ron (Martin Mull) wird. Bei Jack zuhaus lassen sich desöfteren die TV-Reparateurin, der Gasmann, der Mann vom E-Werk und so weiter sehen und zwar ALLE ZUR SELBEN ZEIT. Kombiniert das mit 3 unkontrollierbaren Kleinkindern, einem unkontrollierbaren Staubsauger und einer verrückt-spielenden Waschmaschine und was kommt raus: Semi-Episches Chaos, dass dank Keaton's Einsatz und dramatischer Orchestersounds einfach nur saukomisch wird. Und wir lernen noch was dazu: Chili+Babies=voll nicht gut (ebenso bei Koffein+Maggie Simpson, wir erinnern uns)! Jack, der daran fast zusammenbricht, sucht sich als Konsequenz Freunde, weibliche Freunde... zum Pokern und verfällt immer mehr dem Soap-Opera-Virus, verwahrlost in Erscheinung und Realitätssinn (Richard-Dreyfuss-17-Tage-Bart und 2-Wochen-Hemd), während Caroline auf steile Karriere zusteuert und immer mehr von Ron-Burgundy-Lookalike Ron (!, Inspiration?) angehimmelt wird. Einer von Jack's "Freundinnen" scheint sich auch noch an ihn ranzumachen, was dazu führt, dass er einen Soap-Opera-Tagtraum mit ihm als Intrigen-Mordopfer hat. Er entschließt sich daraufhin, wieder voll im Leben (noch mehr als Dan) zu sein, rassiert sich und wirft sein 2-Wochen-Hemd ins Kaminfeuer (der zufälligerweise plötzlich da ist) und fordert seinen Ältesten Sohn auf, seine schon oft zusammengeflickte, 3/4-zerstörte Kuscheldecke auch dem Wikingergott zu übergeben. Doch er weigert sich, was ein ernsthaftes Gespräch zwischen den Vater und Sohn zur Folge hat. Was jetzt nach dem üblichen Familienschmalz klingt, entpuppt sich allerdings als lustigste Szene des Films und ich werde hier nicht verraten, warum. Es endet jedenfalls damit, dass Jack die Decke mit sich nimmt. Doch er hat noch einen Plan: wieder einen Job kriegen! Doch er hat aus der Vergangenheit gelernt und nimmt auch seine Kids mit zum Vorstellungsgespräch beim selben Arbeitgeber von früher mit. Doch es brauen sich Wolken auf, als Caroline auf der Geschäftsreise nach California (hab ich doch gesagt!) im Hotel unfreiwillig von Ron besucht wird und Jack am Telefon abwimmelt, wodurch der natürlich glaubt, dass sie ihn betrügt. Er rastet aus und überlegt sich, ob er nicht doch mal seine eine nymphomane Poker-Kumpanin anstößt. Wird noch alles gut? ach, wozu ein Geheimnis draus machen: Ja. THE END
Die wichtigste Frage, die ihr euch jetzt sicherlich stellt, ist: Wie sieht es mit Flüchen aus? Nun ja, ick habe öfters "Shit!" gehört und ein einziges Mal "Fuckin", kann mich aber da auch verhört haben. Nun zur Qualität des Films: Für heutige Verhältnisse bleiben die großen Lacher zwar aus, aber der Streifen strotzt nur so vor Charme und vielen kleinen Gags, die einen bei Laune halten. Natürlich bringt Keaton hier die guten Brötchen an den Mann mit einer Performance, die verdammt ausdrucksstark und auch auf eine psychopatiche Art überzeugend ist. Alle anderen Darsteller unterliegen da natürlich seiner grandiosen Präsenz, doch ich konnte auch nicht die Augen von Ron lassen, der seinem Will-Ferrell-ist-Anchorman-Pendant sowohl äusserlich, als auch verhaltensmäßig ähnlich sieht UND zudem noch in der dt. Version von Norbert Langer (der einfach die Stimme für Männer wie Ron oder Ron sein muss, aber leider nur einen Kurzauftritt auf Burt Reynolds (Ron Burgundy's Vorbild) in Anchorman hat, Zufall?!) gesprochen wird. Viel mehr ausser, dass Keaton von Pierre-Peter Arnolds gesprochen wird, weiß ich über die Synchro noch nicht, aber wir arbeiten dran. Ich hätte mir dafür von Vornherein aber schon lieber Ulrich Griessiker (wie in Beetlejuice...oh shit, jetzt hab ich seinen Namen 3-mal gesagt! NACH HAUS, NACH HAUS, NACH HAUS!) gewünscht, da er einfach mal genauso klingt wie Michael Keaton im Original (nur besser). Er ist für Keaton das, was Thomas Petruo für Thomas F. Wilson (Biff Tannen aus Zurück in die Zukunft) ist. Ach ja, zurück zum Hauptfilm, ja, der is lustig, ist es wert, angesehen zu werden und liefert schöne Unterhaltung für die ganze Famile. Wie gesagt, scheint es mir, dass die Simpsons ein gutes Stück von diesem Film für sich selbst abgehoben haben (als würde man eine der ersten Staffel-Folgen gucken oder wäre "Simpsons-Der Film" vor der Serie mal gelaufen), doch dasselbe könnte man heute über Family Guy sagen, also who cares?

Abschließend kann ich aber nur noch eins sagen: Keaton braucht ein Comeback!

Over and out.

Dienstag, 3. Februar 2009

Tony Curtis Special!



Von unserer allerliebsten Schnodderschnauze Bernhard Schwartz sind in letzter Zeit ganze 3 DVD's im Casa de Unsichtbar eingetroffen: "Zwei Kerle aus Granit", "Casanova & Co." & "Reptile Man". Im Einzelnen wollen wir euch treuen Lesern diese Werke der Cineastik vorstellen:

"Zwei Kerle aus Granit" (1970):


Sobald man diese FSK-16-Disc von 2008 reinwirft, wird man von einem unbewegten Menü mit seinem Anwählpunkten Filmstart und Kapitelanwahl begrüßt. Wer hier schon an Best Entertainment denkt, kriegt diesen unheiligen Gedanken beim Start des Streifens mit einem auf 1,85:1-gezoomten ursprünglich 2,35:1-Bild in bester übergesättigte-VHS-Qualität quittiert.
Was uns aber an Inhalt geboten wird ist schon wieder eine ganz andere Sache: Charles Bronson und Chef Tony heuern sich als Mercenaries of Money durch die von Krisen durchschüttete Türkei anno Nach 1 Weltkrieg an. Dabei begegnen sie mehreren einflussreichen Generälen und Politikern, die manchmal sterben und manchmal nicht. Im Grunde wandern sie von Schlachtschauplatz zu Schlachtschauplatz, fast schon episodenhaft könnte man sagen. Leider verfällt dies schnell in teilnahmsloser Monotonie, er findet innerhalb seiner knapp 100 Minuten Spielzeit keinen konkreten Weg, kein konzentriertes Ziel. Sicher, die Beiden suchen nach irgendnem Schatz, es entstehen hin und wieder Intrigen mit Michèle Mercier. Aber so Leid es mir auch tut, der Film kann nicht durchgehend unterhalten. Die epischen Schlachtszenen sind auch für 1970 viel zu zahm, man sieht zwar, dass was passiert, aber nichts sticht wirklich heraus, die Gewalt des (Bürger-)Krieges wird einfach mal recht beiläufig unter den Teppich gekehrt. Da war "The Wild Bunch" doch weitaus freizügiger. Doch genug mit der Filmkritik, besprechen wir lieber die Darstellerleistungen: Bronson liefert keine Überraschungen (hat sogar wieder Michael Chevalier als dt. Stimme), aber spielt wie immer die coole Sau vom Dienst, darf sogar ein paar lustige (oder eher "smartere") Sprüche ablassen. Curtis macht im Grunde Danny Wilde geht nach Anatolien mit denselben Gesten (siehe "Heil, Schnittlauch") und listigen One-linern, und es bricht einem das Herz, dass er hier nicht von Rainer Brandt, sondern Harald Leipnitz gesprochen wird, der für's "Die Zwei"-verwöhnte Ohr mehr als ungewöhnlich klingt, fast schon, als wenn Niels Clausnitzer am Mikro stand. Mehr bleibt erstmal nicht zum Film zu sagen, man kann ihn sich einmal angucken, aber 10 € waren dann doch zuviel. Und ja, Aytekin Akkaya ist wohl doch im Film dabei, allerdings nur als Komparse im Hintergrund, wo man sich doch so gewünscht hat, dass dieses Darstellergenie mehr Raum kriegt! Meh...


"Casanova & Co" (1977)



Ach ja, noch ein Film von Fritz Antel, dem Meister des...naja, ich kenn nur noch "Zwei tolle Hechte - Wir sind die Größten" von ihm, doch ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Selbiges hier: Eine Sexkomödie mit Tony Curtis in einer Doppelrolle, dazu noch eine Gagsynchro von Meister Brandt persönlich. Was will man mehr? Nun, der Film an sich sollte noch einigermaßen gut sein, is aber nich. Die Handlung fließt noch mehr als in "Zwei Kerle aus Granit" einfach ohne festes Ziel vor sich hin, was bleibt ist eine Aneinanderreihung von Verwechslungssituationen und Erotikeinschüben ohne "besonderen" Schauwert. Schön zwar für Curtis, dass er so aus Berufswegen mehreren Frauen an die Brüste greifen darf, aber was bringt mir das? Das einzig Interessante bleibt dann nur noch die Synchro, die mal mehr mal weniger erfolgreich versucht, 70er Jahre-Alltagsjargon einzuarbeiten (siehe "Supermänner gegen Amazonen"). Und so mies der Film, so hochwertig die Sprecherbesetzung: Brandt und Joachim Kemmer teilen sich für Curtis' Doppelrolle auf, wobei Kemmer die glaubwürdigere und Brandt die eher niedlich-dööfe Hälfte in Sachen Performance abgibt. Aber auch andere Bekannte der Berliner Szene geben hier ihren Auftritt: Thomas Danneberg in mehreren Mini-Rollen, Arnold Marquis als notgeiler Padre, Lothar Blumhagen als fieses Aristokraten-Schwein usw. usf.
Große Frage: Macht die Synchro den Film besser: Ja, ganz offensichtlich, denn ohne sie hätte man einfach nur nen langweiligen Bilderschub mit einer Handvoll Naja-Stars, die sich um Halb-Affen machen. Man kann aber nicht sagen, dass die neuen Dialoge nun unbedingt lustig sind, aber mal so: hätte jemand noch nie ne Brandt-Synchro gehört, würd er sich bepissen vor Lachen, aber so... Na jut, um es kurz zu machen: Der Film ist bestenfalls vom Konzept her "interessant", die Darsteller geben nicht viel mehr her als nötig und der einzige Sinn, der hier wirklich genutzt werden kann, ist der Hörsinn, denn die Sprecher gehen enthusiastisch zur Sache, das kann man nicht bestreiten (Ich persönlich möchte Kemmer jetzt mal auf Curtis in "Insignificance" hören). Wer's sehen will, soll's tun, ich hab's ja auch nicht bereut, ein sehenswerter streifen ist es jedoch nicht. Zur DVD: Die kommt von MCP (unsere Helden...), hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber dafür im Gegensatz zur "Zwei Kerle..."-DVD auch Ton im Menü. Die Bildqualität ist VHS-Standard, liefert das O-Bildformat und dazu einen recht basshaltigen Sound (natürlich nur auf Deutsch) in Mono. Extras? Nun ja, da sind Bilder von anderen MCP-DVD's, auf die man klicken kann und eine Synopsis von dem jeweiligen Film erhält, aber das war's. Okay.


"Reptile Man" (1997)


Zur Abwechslung mal ein etwas aktuellerer Film. "Reptile Man" wurde erst 2005 hier in D-land auf DVD veröffentlicht und auch nicht weiter beachtet, ich bekam die Disc für knapp 50 Cent (plus Versandkosten) bestellt. Die Erwartungen meinerseits waren recht unschlüssig. Zum einen dachte ich, dies könnte ein lustiger Trash-Schmonzens mit einem abgehalfterten Tony Curtis und zum zweiten ein langweiliger Müllhaufen mit einem abgehalfterten Tony Curtis sein. Was es dann aber war, hatte ich überhaupt nicht erwartet: Ein recht eigenständiges Charakterporträt über einen Seriennebendarsteller, der unter der Fuchtel eines durchgeknallten Altstars (Tony Curtis, wie denn auch sonst) steht. Dieser "Tedpole" (so heißt der treue Gefährte von Reptile Man) muss Frau und Kind ernähren, muss dafür immer auf R. Man's Matte stehen, hofft aber insgeheim auf eine richtige Hauptrolle, fragt seinen Meister sogar, ob er ihm da weiterhelfen kann. Der jedoch will davon nichts hören und bläst ihm weiterhin mit schlechten Witzen und harschen Beleidigungen den Marsch. Tedpole, orientierungslos und voller Scham vor seiner Familie steht immer näher am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Doch auch Reptile Man hat Probleme: Er wird tagtäglich geplagt von Halluzinationen und Wahnvorstellungen, hat den Kontakt zu seiner Tochter und zur Realität verloren. Er ist nur noch ein alter Wirrkopf, der mit den modernen Zeiten nicht mehr klarkommt und Halt bei denen sucht, die ihr sich auch Untertan machen kann. Erinnern wir uns jetzt alle mal an Meerjungfraumann und Blaubarschbube von "Spongebob Schwammkopf". Dies hier ist eine realistische, fast todernste Version davon. Aber er vergisst auch nicht, eine gewisse lustige Kurve einzuschlagen, die sich in Curtis' Sprüchen und Handlungen äussert (er wird hier wieder inbrünstig von Rainer Brandt gesprochen, Daumen hoch für Galileo Media AG), doch dominiert die Traurigkeit der ganzen Situation in dieser Geschichte über Loyalität, Leugnen von Veränderungen und Angst. Wer also schon bei "The Dark Knight" eher die psychologische Ebene interessanter fand, wird hier nicht schlecht beraten sein. Ein kleiner, gut gemachter Independent-Film voller Herz und hervorragenden Darstellern. Wir sagen: vergessene Perle.


So, das war's heute erstmal mit Tony Curtis, wir wissen noch nicht, ob irgendwann mal was in nächster Zeit kommt, aber der Mann ist ja noch gut bei der Sache. Hut ab, Mr. Schwartz!

Ach ja und wer jetzt wissen will, wie der Mann heutzutage aussieht, hier ein Foto: